17 November 2006

Vier Fäuste gegen Weiss auf Schwarz

Mit dem heutigen Tag wird unser gemütliches kleines Blog 1 Jahr alt. Wer hätte das gedacht. Noch haben wir Lust, uns weiterhin in schriftlicher Form mit Videospielen zu befassen und um uns auch für die kommende Zeit genügend Ansporn zu verpassen, haben wir uns zu einem Umzug auf eine „richtige“ Seite entschlossen.


Hier wird es ab heute keine neuen Beiträge mehr geben, deshalb möchten wir unsere werten Nachbarn bitten, die Blogroll entsprechend anzupassen.

13 November 2006

Dark Messiah of Might and Magic

Auf das Metzelfest "Dark Messiah of Might and Magic" habe ich mich bereits eine längere Zeit gefreut. Schon während ich noch "Oblivion" gespielt habe, ist mir die Demo untergekommen und hat mir gezeigt, wie dynamisch so ein Kampfsystem aussehen kann. Der Vergleich mag überstrapaziert worden sein, aber es ist tatsächlich so: "Dark Messiah" spielt sich wie ein 3d-Shooter mit Schwertern und Magie.

Jetzt sitze ich aber hier und bin mir schlußendlich unsicher, was ich davon halten soll.

Fest steht, das "Dark Messiah" auf der technischen Seite noch einiges an Optimierung hätte vertragen können. Da hier nicht unbedingt eine allzu lahme Möhre unter meinem Schreibtisch steht, habe ich voller Optimismus die Konfigurations-Regler auf Rechtsanschlag geknallt. Das war dann eine eher schlechte Idee, denn als Resultat bekam ich Ladezeiten aus der Hölle und ekelhafte Nachladeruckler, die an einen hüpfenden Fahrschul-Golf erinnerten, der von einem Piloten mit eher suboptimalem Gas-Kupplungs-Gefühl angefahren wird. Der Soundbug in der Source-Engine ist mir auch zum ersten Mal bei "Dark Messiah" so richtig aufgefallen.

Nach ein wenig Recherche im weltweiten Internetz habe ich dann schweren Herzens die Texturgröße auf "medium" gestellt und siehe da: das Problem verschwand. Die Ladezeiten waren auf normale Größen geschrumpft, die Nachladeruckler rutschten unter die Wahrnehumgsschwelle und unter uns gesagt - das Spiel sieht auf "medum" kaum schlechter aus. Was unter anderem daran liegt, das die Grafikqualität sehr, sehr stark schwankt. Wenn ich mir einen dieser zauberhaften Dungeons anschaue und ihn mit einem Aussenlevel vergleiche, dann beginne ich mich zu fragen, ob für beide Maps unterschiedliche Entwicklerstudios verantwortlich zeichnen. So ähnlich wie beim Single- und Multiplayer-Teil. Jungens, die Aussenlevel sind ist echt hässlich, scheiss egal wieviel HDR-Rendering ihr da reinstopft!

Ähnlich schwankend wie die Technik- und Grafikqualität präsentiert sich die Story. Zu Beginn wirft das Spiel einen Brikett nach dem anderen in den Dramaturgie-Ofen und legt zum Beispiel mit einer ziemlich coolen Verfolgungsjagd über regennasse Dächer ordentlich vor. Dem Helden Sareth wurde aus logistischen Gründen (ein Mensch ist halt leichter als zwei) Fräulein Xana (in der Anleitung beschrieben als "guardian entity", manifestiert sich aber durchaus selbstbewusst als Frau) magisch in den Kopf verpflanzt. Die ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen und treibt ihn mit frechen Kommentaren ("Pass auf deinen Körper auf, den brauche ich später noch.") von einem Objective zum Nächsten. Wenn man dann früh im Spiel auf die junge Leanna trifft, bringen Xanas Eifersüchteleien ("ICH hätte dich ordentlich belohnt, wenn du verstehst, was ich meine!") zusätzlichen Pfeffer in die Spielsuppe. Das Ergebnis ist ziemlich astreines Damentennis, wenn ich das mal so flapsig ausdrücken darf.

Dieses gesammelte Potential wird aber tragischerweise mit vollen Händen aus dem Fenster geschmissen. Wohin ich reise, was dort passiert ist, was dieses Artefakt soll, welche Parteien beteiligt sind... das wird alles erst schleichend und nachher umso deutlicher vollkommen austauschbar und irrelevant. Die Story ist so egal, wie die Entscheidungsmöglichkeiten vorhersehbar sind, an denen sich die Handlungsstränge kurz vor Schluss aufspalten. Das hätte man alles auch konsequenter und viel ehrlicher aufs Kämpfen beschränken können. Denn das ist die Stärke von "Dark Messiah" - habe zwar selbst bisher nur scharfen Stahl geschwungen und kann nicht einschätzen, wie sich das Spiel mit zum Beispiel den magischen Skills anfühlt, aber eines steht einwandfrei fest: wenn Sareth bei den Messertänzen ein paar fiese Fleischwunden verteilt, bleibt kein Auge trocken. Großes Hallo erzeugt "Dark Messiah" auch durch die Möglichkeit, die Spielwelt in die Kämpfe einzubeziehen. *Zack* und der Ork hat ein Fass in der Fresse. Fällt ins Feuer. Wird von fallenden Statuen zermatscht. Wird in die praktischerweise überall herumstehenden Stachelwanddinger gekickt. Zusammen mit Sounddesign auf hohem Niveau ("Fight like Goblin, sting like bee!") kommt da richtig Freude auf.

Trotzdem. Wenn der Abspann läuft, bleibt nur Leere zurück. Und das ungute Gefühl, gerade eine recht gewalttätige Belanglosigkeit durchgespielt zu haben. Und das ist verdammt schade.

08 November 2006

Vier Fäuste gegen DDS

Shin Megami Tensei – Digital Devil Saga sollte eigentlich zuerst gar nicht in Europa erscheinen. Teil 1 hat es erst im Juli diesen Jahres zu uns geschafft – zum Vergleich: Release in den US im April 2005 und in Japan sogar im Juli 2004. Teil 2 soll aber wohl schon Anfang 2007 bei uns erhältlich sein. Wollens hoffen.

Zu Inhalt und Handlung des Spiels möchte ich hier nichts wiederholen, was man woanders bereits ausführlichst nachlesen kann. Hier gehts ausschliesslich um meiner Meinung nach gute und weniger gute Features des Spiels.

The Good

- das „press turn“ Battle-System. Bin ich vorher noch nicht mit in Berührung gekommen. Ansich eine feine Sache. Je nach dem, ob man eine Schwachstelle oder eine Stärke des Gegners trifft erhält die Gruppe zusätzliche Angriffe oder verliert Züge innerhalb der aktuellen Angriffsrunde. Kämpfe erhalten so etwas taktische Tiefe. Und man ist gezwungen, sich die Schwachstellen aller bisherigen Gegner zu merken. Gutes Gehirn-Jogging. Ohne J. Pilawa.

- Die Cut-Szenes sehen stellenweise sehr stylisch aus und direkt die erste bereitet den Spieler treffend darauf vor, was ihn später erwartet:

Rend!
Slaughter!
Devour your enemies!
There is no other way to survive.
You cannot escape your hunger, Warriors of Purgatory

- Ein ganz nettes Goodie ist, dass manche seiner Taten im ersten Teil direkte Auswirkungen auf den zweiten Teil haben werden, sofern man sein Savegame importiert. So können versteckte Gruppenmitglieder oder Austattungsgegenstände aktiviert werden. Nur doof, dass ich die PAL Version gespielt habe und jetzt warten muss, bis der zweite Teil hier rauskommt, um dieses Feature nutzen zu können. Ein Import in eine NTSC Version wird wohl nicht funktionieren.

- Zufallsbegegnungen können durch Items verhindert oder forciert werden. Dies ist einerseits sehr von Vorteil, wenn man sich kurz aufleveln will und andererseits wenn man bereits gespielte Dungeons noch mal durchlaufen muss, weil man jetzt den entsprechenden Schlüssel hat, um die vorher verschlossene Türe zu öffnen. Es sei dabei gesagt, dass dies nur notwendig ist, wenn man alles vom Spiel sehen möchte. Ein Durchspielen ist durchaus auch möglich, ohne jemals an eine bereits besuchte Stelle zurück zu müssen.

- Man beginnt das Spiel mit einer Gruppe von drei Charakteren. Zwei weitere stossen später hinzu, haben aber dann denselben Level wie alle anderen Charaktere auch. Das erspart einem nerviges Aufstufen der Neulinge. Auch wenn sich die Gruppe im Spielverlauf aufteilt, können die Abtrünnigen nach der Wiedervereinigung denselben Levelzuwachs aufweisen wie die gespielten Gruppenmitglieder. Und anders als bei z.B. FF kriegen nicht nur die in einem Kampf aktiv eingreifenden Mitglieder EP und AP, sondern die gesamte Gruppe. Was natürlich das Leveln sehr unkompliziert und schnell macht. Denn ums Leveln kommt man auch hier nicht herum, zumindest nicht wenn man die optionalen Gegner spielen will.


The Bad

- Was einem sofort auffällt, ist die fehlende Freiheit bei der Ausbildung seines Teams. Zur Erklärung: es wird unterschieden zwischen EP und AP (revolutionär, ich weiss). Die EP kann man aber lediglich bei seinem Helden selber vergeben, bei den Gruppenmitgliedern geschieht dies automatisch. Da man die Fähigkeitspunkte bei allen selber vergeben kann, könnte man zwar rein theoretisch trotzdem bestimmen, wer Magier, wer Unterstützer und wer Kämpfer wird. Nur macht es keinen Sinn, jemanden, der den Grossteil seiner Punkte automatisch in Stärke setzt, zum Magier zu machen. Für Neulinge vielleicht nicht schlecht, vom Spiel schon mal eine Vorgabe zu erhalten. Vier Fäuste ist aber gegen derartige Bevormundung des Spielers.

- Das oben erwähnte Kampfsystem kann aber auch gewaltig nerven, nämlich dann wenn der Gegner gnadenlos die eigenen Schwachstellen ausnutzt (wogegen man bis in ein hohes Level nichts ausrichten kann) oder einfach nur Criticals hinbekommt, die ebenfalls einen zusätzlichen Zug bedeuten. So kommt es, dass manche Gegner entweder sehr einfach sind, oder ohne weiteres die gesamte Party töten können, abhängig davon, wer den Kampf beginnt. Das sollte man noch mal überdenken.

- Die optionalen Bosse. Mal ganz davon absehen, dass man sie nur unter zu Hilfenahme von gamefaqs überhaupt finden kann, müssen sie vor Beendigung des Spiels besiegt werden. Will meinen, Endboss tot – Spiel vorbei. Ansich nicht weiter schlimm, wären sie nicht um Längen stärker als der eigentliche Endgegner. Wenn man also gegen die optionalen Bosse eine Chance haben will, muss man sich auf einem Level befinden, auf dem man den Spielendgegner im Vorbeigehen wegfrühstückt. Und das mindert die Befriedigung des Durchspielens der Hauptstoryline deutlich, weil sie sich irgendwie herabgesetzt anfühlt.

- Die Atmosphäre wirkt dunkler und erwachsener als in vielen anderen Spielen des Genres (FF, Kingdom Hearts, Dragon Quest etc.), super Sache das. Schön wäre aber gewesen, wenn man die zugehörige Story auch verstehen könnte. Nirvana? Beelzebub? Metatron? Cyber-Shamane? Angel? Bahnhof? Und was soll das mit diesen Matrix-like Sequenzen?

- Gegen Ende des Spiels (wiederum nur wenn man die opt. Bosse spielen will) wird eine Diversifikation der Charaktere hinfällig. Insofern lässt sich mein erster Kritikpunkt ein wenig entkräften. Zwar mit einem weitern Kritikpunkt ... aber na ja. Auf jedenfall gilt: will man komplett durchspielen, dann benötigen die Charaktere aus jeder der 3 Hauptausrichtungen Magier, Kämpfer, Supporter ziemlich hohe Skills, weswegen spätestens hier eine Spezialisierung keinen Sinn mehr macht.


The Fazit

Auch wenn es vielleicht anders rübergekommen ist, ich kann das Spiel durchaus empfehlen. Zwar wiegen die negativen Punkte ziemlich schwer, aber der Fakt, dass ich an die 60 Stunden in das Spiel gesteckt und wirklich jede noch so kleine Nebenquest erledigt habe beweist, dass zumindest ich darüber hinwegsehen konnte. Und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu spielen, vielleicht erschliesst sich mir die Story ja dann.

02 November 2006

Auch du, mein Sohn Nintendo?!

Keine Ahnung, inwiefern die unten zitierte Mail als authentisch anzusehen ist, trotzdem haben wir beschlossen, ihr ein bisschen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Sie wurde anscheinend von Spielegrotte.de an Vorbesteller der Wii verschickt. Was die Authentizität untermauert ist die Einstellung des Vorverkaufs bei Spielegrotte und die Aussagen eines Saturn-Agestelleten (s.u.)

Hallo, tja Nintendo hat mittlerweile auch uns über unsere Menge an Konsolen informiert, nur das hätten se sich auch schenken können. Ums kurz zu machen, wir sollen allen Ernstes ganze 20 Konsolen bekommen trotz über 800 Vorbestellungen und einer der klaren vorzeitigen Ankündigung (schon vor der GamesConvention) das wir derart viele Gerät benötigen würden... seitdem hat niemand nicht mal ansatzweise erwähnt das es nicht annäherend soviele Geräte werden, sondern immer nur \"na schauen wir mal...\"



Na ja ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich dazu noch weiter sagen soll, ich denke jeder kann sich denken, dass es echt sch.. ist. Angeblich sollen auch alle Saturns/Mediamärkte usw. nur um die 20-40 Konsolen je Markt bekommen, von daher wird es wohl echt lustig werden zum Release...



So also wir haben die 20 von Nintendo, hinzu werden noch welche von sämtlichen Grosshändlern kommen, die haben aber noch keine Zahlen, ich rechne da mit 10-20 Geräten die ich da noch mal zusammenraffen kann.



Da diese MiniStückzahl ja gerade mal für die Bestellungen der ersten paar Stunden reicht, habe ich jetzt unter dem Menüpunkt Bestellungen im Shop bei jeder Wii Bestellung den Vorbestellrang reingeschrieben, da könnt Ihr sehen welchen Platz Ihr in der Liste habt. 1-20 kann sich sicher sein einen zu kriegen. 20-30 können noch ziemlich sicher sein. und dann vielleicht noch ein paar über 30 bis 40.



Laut Nintendo sollen nahezu täglich Nachlieferungen anrollen, ich rechne also alle 2-3 Tage wieder mit einer Handvoll neuer Geräte. Ihr könnt Euch ja demnach selber ausrechnen wie Ihr mit Eurem Bestellplatz ungefähr dann hinkommt, ich würde sagen bis Weihnachten so ca. bis Rang 60-80.



Für all die, die über Platz 30-40 sind und Ihre Konsole (wie vermutlich jeder) gerne zum Release hätte, möchte ich die Empfehlung aussprechen schnellstmöglich in irgendwelchen Märkten Geräte vorzubestellen. Mein persönlicher Tip ist immer eher nicht so bekannte Läden wie Karstadt, Kaufhof, Real aufzusuchen, da hat meist noch keiner vorbestellt und die kriegen ja auch immer was ab. Aber auch die meisten Saturn und MediaMärkte haben sicher von Ihren 20-40 Stück noch welche über.



Jetzt kommt noch die Härte, ich würde ja gerne sagen, ich würde mich freuen, wenn Ihr dann die Nintendo Spiele und Zubehör weiterhin bei uns stehen lasst, aber auch da bekommen wir so gut wie nix. Zelda bekommen wir also z.B. auch nur 20 Stück, sprich da können wir auch immer nur nach und nach ausliefern.


Spiele von anderen Herstellern wie UbiSoft, Activision, EA, usw. werden aber wohl ausreichend verfügbar sein.



Abschließend möchte ich sagen, dass ich doch sehr enttäuscht von nintendo bin, zum einen das wir wirklich so minimal bedient werden, zum anderen vor allem, warum man groß damit prahlt die Konsole noch dieses Jahr in Europa rauszubringen und dann wirklich mit so wenig Geräten auf den Markt kommt, dass vermutlich nicht mal jeder der schon im voraus weiß das er eine will auch eine bekommt. Ich empfand den XBox 360 Release ja schon als wirklich hart, aber das hier setzt echt noch mal einen drauf. Wie gesagt nicht mal die Software wird ausreichend verfügbar sein, da hat man nachher ne Konsole und muss zig Läden abfahren um das passende Zelda zu bekommen.



Na ja es tut mir Leid, keine besseren Nachrichten zu haben, ich habe alles in meiner Macht stehende getan, mir den Mund fusselig geredet und eigentlich wurde ich von nintendo auch noch nie so enttäuscht. Ich wünsche allen viel Erfolg die nun Ihr Gerät woanders bestellen werden auch eins zum Release zu bekommen.

Stornierungen fließen übrigens direkt in die Vorbestellplätze ein, es kann also sehr gut sein, dass jemand der jetzt noch auf 800 ist, morgen dann schon auf 100 rückt.



Viele Grüsse,

Marc


Mich brachte sie auf jedenfall soweit, sofort den nächstgelegensten Saturn aufzusuchen und den Versuch zu starten, eine Konsole zu reservieren. Was leider nicht möglich war. Auf Nachfrage bestätigte mir der recht gut informierte Mitarbeiter grob den Inhalt der Mail. Sie rechnen am Erscheinungstag mit einer Lieferung von 30-40 Konsolen, allerdings mit nahezu täglichen Folgelieferungen in ähnlicher Stückzahl. Ganz so schwarz wie es aus der Mail hervorgeht, sieht es (bei Saturn zumindest) anscheinend nicht aus.

Was mal allerdings reservieren kann sind Spiele und jegliches Zubehör. Wovon ich dann auch ausgiebig Gebrauch gemacht habe. Zelda, Red Steel und Rayman müssen schon her. Dazu ein weiteres Kontroller Pärchen aus Remote und Nunchuck.

So bleibt einem wahrscheinlich nichts anderes übrig, als am 08.12. um 9:30 (oder früher - wer zeltet mit ;-) bei den Elektronik-Grossmärkten auf der Matte zu stehen und das Beste zu hoffen. Sollte es tatsächlich so eintreten, wie in der Mail befürchtet, dürfte klar sein, dass es sich um eine ganz ganz schwache Leistung seitens Nintendo handelt. Ja schon fast Sony Niveau.

Die Mail wurde übrigens so im Cinefacts-Forum (via Maniac-Forum) gepostet.

24 Oktober 2006

Sony klagt Lik-Sang.com in die Pleite

Kein Scheiss.

Wollen sie mehr wissen?

"Dark Messiah" Versionswirrwarr

Aus aktuellem Anlass gibt es einen kleinen Einkaufsführer. In den nächsten Tagen wird "Dark Messiah of Might and Magic" erscheinen und zwar sage und schreibe in fünf Versionen.

1) Da wäre einmal die komplett deutsche Version, die hierzulande das offizielle Release darstellt. Der ungeschnittenen Version für Deutschland wurde durch die USK die Freigabe verweigert. Das Resultat ist also ein geschnittenes "Dark Messiah" mit dem Siegel "keine Jugendfreigabe", einem deutschen Handbuch und deutscher Sprache im Spiel. Ob sich dieses auf die Sprachausgabe bezieht oder doch "nur" deutsche Texte und Untertitel meint, ist mir nicht ganz klar.
Ein über Steam gekauftes "Dark Messiah" wird vermutlich genauso aussehen.

2) Dann gibt es eine deutsche "Collector's Edition", sprachlich analog zu Version 1, geschnitten und mit KJ-Siegel. Aber eben mit zusätzlichen Inhalten gegenüber der Normalversion (sowohl in der Box als auch im Spiel selbst).

3) Numero 3 ist die Version, die sich Spieler mit Hang zum englischen Original-Ton und der vollen Packung für Erwachsene gerne aus dem Auslang importieren lassen. Die klassische "internationale Version", die hierzulande nicht erscheint und auf der daher auch kein USK-Siegel prangt. Wie üblich häufig aus UK oder den USA importiert, komplett englisch und ungeschnitten.

4) ...und international gibts das Ganze natürlich auch noch in der "Collector's Edition".

So weit, so normal. Aber es gibt eine Besonderheit:

5) Ubisoft bringt in Deutschland zusätzlich eine Originalversion (a.k.a. englisch und vollständig) mit deutscher Anleitung heraus. Wohlgemerkt ohne USK-Freigabe, also mit der Möglichkeit der Indizierung. Dementsprechend ist die Auflage dieser Variante begrenzt.

Die Leute bei Ubisoft kennen ihre Pappenheimer und oberflächlich scheint es, als ob man einer bestimmten Klientel einen Gefallen tun möchte. Vielmehr wird bestimmt wohl eher vermutet, daß da ein Markt existiert. Und den lotet man jetzt mal aus. Ich könnte mir denken, daß dieses Beispiel bei Erfolg Schule macht. Ich kann mir aber noch viel besser vorstellen, was Reiner Fromm, "Frontal 21" und bestimmte Bundespolitiker dazu sagen könnten...

Darüber, ob es abartig ist, den Käufern einer Sammler-Edition jetzt auch noch zusätzliche Spielinhalte zu bieten, reden wir ein anderes Mal.

20 Oktober 2006

Hail to the Molyneux, Baby!

Er hat es wieder getan:

"Mit gefalteten Händen beschwor der redegewandte britische Spieleentwickler dann die versammelten Journalisten: "Ihr müsst mit glauben, wir arbeiten mit absoluter Leidenschaft an einem wirklich revolutionären Spiel - Wir wollen Fable 2 zu etwas ganz Besonderem machen!"

"Vier Fäuste gegen Molyneux" hat den Golem-Artikel für euch gelesen, damit ihr euch nicht durch diesen unsäglichen Quatsch quälen müsst. Die Abteilung "Leserservice" präsentiert also voller Stolz die saftigsten Stücke aus "Buzzword Bingo - The Peter M. Edition":

  • "Entwicklerlegende"
    Das sollte wohl eher "legendärer Schwafler" heissen. Ganz großes Damentennis, Golem.

  • "Wir haben [unsere Ideale] im letzten Jahr etwas aus den Augen verloren. Also haben wir uns hingesetzt und entschieden, Funktionen in Fable 2 zu integrieren, die Rollenspiele weit über das hinaustreiben, was wir heute sehen."
    Hm, da muss ich mir jetzt aber mal heftig den Kopf kratzen. Mich deucht nämlich, ich hätte das so ähnlich schonmal gehört. Aus Peters Mund, natürlich. Ach, na klar. Das war damals vor "Black and White 2". Und vor "Fable". Und vor "The Movies".

  • "...alles was ich Euch jetzt sage, wird im Spiel sein!"
    Würde ich für jedes Mal, wenn diese Aussage getroffen wird, einen Euro kriegen, dann würde ich von der Kohle seine Klitsche kaufen. Und ihn feuern. Was glaubt ihr - wieviel will Microsoft dafür haben?

  • "Und ja, weil Du auch einen weiblichen Helden spielen kannst, kann Dein weiblicher Charakter schwanger werden - das ist etwas, das ich noch nie in einem Spiel gesehen habe."
    Junge, wenn du die letzten Jahre nicht mit Rumschwadronieren verplempert hättest, wäre dir auch nicht Will Wrights "Die Sims" entgangen. Denk mal drüber nach. Echt, jetzt!

  • "Und als ich es dem Team und den anderen Designern vorstellte, sagte jeder: 'Was für eine bescheuerte Idee'. 'Das wird niemals funktionieren'. 'Absolut nicht'. Und ich musste meine Trumpfkarte nutzen, die ich nur zweimal zuvor in meinem Leben nutzte: 'Vertraut mir. Nur dieses eine Mal. Vertraut mir."
    Liebes Entwickler-Team: kennt ihr den Spruch "der erste Eindruck ist immer der Richtige"? Lasst mich raten, diese "Trumpfkarte" hat the Godfather of Gamedesign bei seinen letzten beiden Spielen bereits auf den Pokertisch geknallt?

  • "Ich glaube, dass es die wirklich große Sache wird. Ich habe es jetzt schon zum zehnten Mal erzählt ... Dafür entschuldige ich mich schon mal, aber Fable 2 wird so gut werden, wie wir es machen können"
    Ich kriege ziemlich starken Juckreiz, wenn ich das lese.
    Und zwar gleich zwei Mal.
    Erstens gehe ich jede Wette auf diesem Planeten ein, dass Molyneux sich auch noch ein elftes und zwölftes Mal entschuldigen wird. Selbsterkenntnis ist zwar 'ne tolle Sache, aber alleine für sich nutzt sie sich allzu schnell ab.
    Zweitens hat die Vergangenheit gezeigt, dass "so gut wie wir es machen können" mehrere Realitäten und vermutlich ein halbes Paralleluniversum von "so wie der Peter sich das gedacht hat" entfernt ist. Und ich behaupte nicht, dass Lionhead-Entwickler zu blöd für ihren Job sind. Ich denke da eher an so langweilige und grundlegende Dinge wie die Machbarkeit eines Konzepts zu hinterfragen. Und den Spielspass. Aber im Scotch-Rausch klingt ja alles toll.

Dieser Typ hat den Knall nicht gehört.

Da bleibt mir nur ein Fazit: der echte Peter Molyneux ist vor Jahren gestorben und durch eine von Aliens gesteuerte Drohne ersetzt worden. Den Plan der Aliens habe ich leider noch nicht vollständig durchschaut. Mit meinem Hut aus Alufolie werde ich sicher bald dahinter kommen.

Vertraut mir. Nur dieses eine Mal!

17 Oktober 2006

James Bond lite

Wer kennt es nicht? Das Kräftemessen von James Bond und Maximilian Largo in Sag niemals nie. Dieses wirre Videospiel, in dem der Verlierer einer Runde einen Stromschlag verabreicht bekommt.

Ich hab mir jetzt ein ähnliches Spiel gekauft. Nur dass die Stromschläge bei meinem Spiel nicht wirklich tödlich sind. Und es keine Videoleinwand benötigt. Und man nicht Kim Basinger klarmacht, wenn man gewinnt. Dafür kann man es zu viert spielen.


















Genau genommen ist es ein reines Reaktionsspiel. Jeder der Mitspieler nimmt sich eins der "Eingabegeräte" und dann wird das Spiel gestartet. Nun beginnt eine nervenaufreibende Musik und eine Lampe in der Mitte blinkt rot. Sobald die Musik aufhört und die Lampe grün leuchtet, muss gedrückt werden. Der langsamste kriegt einen gezogen. Wer zu früh drückt natürlich auch.

Richtig Spass macht die erste Runde, wenn die Mitspieler noch nicht wissen, was sie erwartet. Danach will irgendwie keiner mehr mit einem spielen. Deswegen kann ich auch nichts zu Langzeitmotivation oder so sagen.

Fazit: nettes Gimmick, wers richtig übertrieben mag kann sich auch mit Pistolen beschiessen oder direkt mit Panzern.

Masochistisch Veranlagte sollten sich wahrscheinlich besser direkt die Painstation zulegen.

07 Oktober 2006

Company of Heroes - Demo

Ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen. Versammelt euch also hier auf dem Teppich vor meinem Ohrensessel, geniesst das prasselnde Kaminfeuer, nehmt euch eine Tasse Tee und lauscht meinen Ausführungen. Diese Geschichte handelt von einem Genre namens Echtzeitstrategie.

Echtzeitstrategie. Mein letztes durchgespieltes RTS müsste "Warcraft 2" gewesen sein. Selbst das eigentlich großartige "Starcraft" konnte mich nicht motivieren. Irgendwie setzte sich langsam die Erkenntnis durch, das ich für dieses Genre nicht gemacht bin. Unterm Strich galt: diese Stadt war nicht groß genug für Echtzeitstrategie und mich und per richterlicher Verfügung musste sie fortan mehrere 100 Meter Abstand zu meiner Person halten. Dann und wann habe ich selbst gegen diese Regel verstossen, etwa als ich "Panzers" mit seiner schönen Faller-Modellbauwelt eine Chance gegeben habe. Das waren aber nur kurze Affären, die wohl hauptsächlich durch das Verbot interessant wurden. Das Feuer war jedes Mal schnell wieder erloschen. Ich sähe es gerne, wenn es anders wäre (daher die regelmässigen Versuche), aber Echtzeitstrategie und ich - wir mögen uns nicht. Trotzdem mussten meine Allmachtsbedürfnisse befriedigt werden, denn ich wollte nicht darauf verzichten, kämpfende Truppen mit dem Mauszeiger auf Schlachtfeldern herumzuschubsen. Daher bin ich mit Rundenstrategie schon immer gerne mal 'n Bier trinken gegangen, lange Zeit war das aber eher eine Durststrecke. (Ha! Pun intended.) Kneipen wie "Battle Isle" oder "Jagged Alliance" wurden halt nicht mehr gebaut. Lange Zeit gab es nur noch eine von diesen Traditions-Kaschemmen - unter Eingeweihten nennt man sie "Civ" - die alle paar Jahre runderneuert wurde, aber immer eine feste Größe in diesem Geschäft war. In letzter Zeit sind aber wieder ein paar Hipster auf den Retro-Trip gekommen und erfreuen die Einer-nach-dem-Anderen-Junkies mit jungen, frischen Örtlichkeiten wie "Advance Wars".

Aber ich schweife schon ab, bevor ich überhaupt richtig angefangen habe. Es trug sich nun also in einem fremden Land namens Nerdistan zu, daß eine neue Demo an König Grobis Pforte klopfte und Einlaß begehrte mit dem Ziel, dem Herrscher zum Erwerb des beworbenen Produktes zu bewegen und ihm so viele Stunden der Freude und des Spielspaßes zu bescheren. Des Königs Torwächter aber war sich bewusst darüber, daß er nicht jeden dahergelaufenen Deppen in sein Schloß lassen sollte und unterzog jeden Anwärter einer pedantischen Befragung. Dummerweise war der reguläre Torwächter gerade im Urlaub und dessen Vertretung kannte sich mit den eigenartigen Vorlieben und Abneigungen seiner Majestät nicht aus. So entfaltete sich in seinem kleinen Erbsenhirn folgender Gedankengang:

"Genre: Echtzeitstrategie. Hm, mag doch eigentlich jeder. Check.
Szenario: Zweiter Weltkrieg. Hatten wir bisher viel zu selten. Check.
Demogröße: Eine handliche und mundgerechte Portion von eins Komma sieben Gig. Check.
Nun denn, ich lasse ihn passieren. Und nein, ich brauche seinen Ausweis nicht zu sehen."

Nachdem sich der übergewichtige Brocken durch die engen Wendeltreppen bis in des Monarchen Gemächer gezwängt hatte, sprach dieser:
"Lasst mich raten: Normandie? Na super. Da ihr nun aber schon hier seid, kann ich euch auch mal genauer unter die Lupe nehmen. Nochmal in Nordfrankreich zu landen ist tatsächlich nicht so langweilig wie beispielsweise...

Ääh, ja. Möge er sich installieren, bitte."

Und er spielte.

Er spielte das Tutorial, er spielte die beiden Demo-Missionen und staunte über die dramatische Missionsgestaltung. Er spielte zum Schluß sogar einmal den Skirmish-Modus, prügelte sich mit dem Computergegner um Victory-Points und fühlte sich dabei ziemlich an "Z" erinnert. Kurz: er spielte die Demoversion äusserst gründlich. Und der König war beglückt über die gelungene Einheiten-Steuerung, lediglich der Menüleiste am unteren Rand mangelte es dann und wann an einem Hauch von Zugänglichkeit. Insbesondere, was das Design und den Wiedererkennungswert einiger Buttons anging. Im Großen und Ganzen aber blickte der spielende König zufrieden nickend auf ein sehr, sehr gutes Interface. Er erkannte dank des guten grafischen Feedbacks sofort den Wert einer ausgewählten Deckung - eines Kern-Konzepts des "Company"-Gameplays - und freute sich über Truppen mit halbwegs Grips im Kopf und deren verdammt schönen Animationen. Er genoß das Schadensmodell und die fein dargestellte Zerstörung der Panzer, ärgerte sich allerdings über deren fehlenden Rückwärtsgang und war gleichzeitig belustigt und genervt wenn er mal wieder versuchte, in eine saubere Schußposition auf die Rückseite eines Feindpanzers zu kommen. Insbesondere, wenn eigene "Tanks" im Spiel waren sah das immer ein bißchen aus wie eine Art sehr plumpes Elefanten-Ballett. Vor allem im Kontrast zu solchen sinnvollen Dingen wie Feuerbereichen und toten Winkeln, die man zum Beispiel beim Angriff auf feindliche bzw. Aufbau von eigenen MG-Nestern beachten muss, kam ihm das etwas lächerlich vor.
Großartig erschien ihm auch die audiovisuelle Kulisse. Für ein Strategiespiel bietet "Company of Heroes" sehr detailreiche Grafik und zusammen mit qualitativ sehr hochwertigem Sound kann der Hobbygeneral nach der bescheidenen Meinung des Königs die befriedigensten Artillerieschläge der Computerspielegeschichte genießen. Wunderschön - auf die sehr krude "Schieß den Fenster!"-Art - fand er auch die Sprachsamples, die "ze Germans" gelegentlich absonderten. Definitiv ein Grund, Geld in die Originalversion zu investieren.

Der König sah, daß das Spiel sehr gut war - für einen RTS-Titel. Aber beschloss, trotz all der Vorzüge, die Investition nicht zu tätigen. Denn sein größtes Problem mit der Demo war eben, daß es sich um Echtzeitstrategie handelte. Das Interface, das ihm durch die Echtzeit bedingtes hektisches Einheitengesuche, -geklicke und -verschiebe erleichterte, musste erst noch erfunden werden. Der immer gleiche Basisaufbau und die sich ewig wiederholende Verbesserung der Einheiten-Gadgets ödete ihn schon seit Warcraft an. Selbst wenn die zu spielende Map mit einer fertigen Basis aufwartete, verzettelte er sich immer und immer bei der Steuerung der Fronteinheiten und der Produktion des Nachschubs. Selbiges bei der Koordination der Ereignisse auf Teilen der Map, die natürlich maximal weit voneinander entfernt lagen und so durch hin- und herscrollen regelmässiges Maus-Gezerre verursachten. Der ständige Konflikt zwischen der Beherrschung des Details und der Kontrolle der Globalsituation - unter Zeitdruck, wohlgemerkt - verursachte bei ihm seit jeher Deo-Versagen, nervöses Fußwackeln und einen Dauerkrampf in beinahe jedem Gesichtsmuskel.

Der König seufzte als er ein weiteres Mal feststellen musste, daß all dies Dinge waren, die zu einem Echtzeitstrategiespiel gehörten wie Hüte und gehäkelte Klorollenmützen zu einem Sonntagsfahrer. Unterm Strich blieb schon wieder die Erkenntnis, daß er für dieses Genre einfach nicht gemacht ist. Der König seufzte erneut - schwerer als zuvor - und entfernte den dicken Brocken wieder aus seinem Heim. Ausserdem feuerte er den Ersatz-Torwächter.

Zumindest bis zum nächsten Urlaub seines Haupt-Wachmannes würde er von weiteren RTS-Experimenten verschont bleiben.


[+/-] show/hide

21 September 2006

Finally

Seit der ersten konkreten Ankündigung der neuen Konsole / der revolutionären Steuerung ist eine Menge Wasser den Jordan herunter geflossen. Seit eben dieser Ankündigung wurde wild spekuliert und diskutiert. Und dies nicht nur in irgendwelchen Nerd-Foren bzw. Blogs (siehe Roll), nein auch halbwegs seriöse Newsseiten beteiligten sich eifrig am allgemeinen Rätselraten.

Nachdem wir letzten Freitag in vielen Punkten Klarheit erlangt haben (will meinen, Nintendo mich mächtig vor den Kopf gestossen hat), ist dies Anlass genug, nach all der Wartezeit mal ein paar Skurrilitäten, haltlose Gerüchte und Hypes der vergangenen Zeit Revue passieren zu lassen (nicht chronologisch).

VR Helm
Hach, war das eine schöne Zeit. Selbst die Aufgeklärtesten unter uns dürften für einen kurzen Moment geglaubt, zumindest aber gehofft haben, dass an der Geschichte was dran ist. Vorausgesetzt natürlich man ist ein weltfremder Nintendo-Addict mit Tunnelblick. Mann, das wär aber auch n Ding gewesen. Festzuhalten bleibt: immerhin teilweise wahr - Wiimote kann ebenfalls seine/ihre Position im Raum bestimmen.

Geheime Klappe
Ging mir ehrlich gesagt total am Arsch vorbei. Versteckte Kamera? Bitte. Mal im Ernst: wer denkt sich so einen Mist aus? War ja wohl offensichtlich, dass es sich um einen Speicherkartenslot eine Zeitmaschine handelt. Also wirklich.

Controller Design
Der Punkt, über den wahrscheinlich am meisten spekuliert wurde. Und das zurecht. Wie dem auch sei, eine wunderschöne Zusammenstellung der Controllerdesigns dieser Zeit findet sich bei unserem Nachbarn GTA.

Release und Preis
Wurden bereits bei joystiq sehr übersichtlich zusammengefasst.

Wers richtig abstrus mag, wird bei IGN fündig. Damit wollten die tatsächlich irgendwelche Gerüchte untermauern. Ich weiss ja nicht, aber ich würde schleunigst mein Logo von diesem Bild entfernen.


(zugehöriger Artikel von Anfang 2005)

20 September 2006

Toiletten-Machinima!

Von der aktuellen Version von "Die Sims" kann man halten, was man will - aber sie bietet scheinbar eine prima Engine für Machinima.

Verehrte Leser, folgen sie dem Link und sehen sie die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über

Male Restroom Etiquette



(Dank und Respekt für die Entdeckung gebühren - wie üblich - Daniel)

16 September 2006

Ein Päckchen unterm Wiinachtsbaum

Jetzt wollte ich irgendwie einen stylischen Titel wie "8. Dezember, 249 Euro" bringen, aber prompt sehe ich bei Antigames, dass Richard mir zuvorgekommen ist. Deswegen greife ich jetzt trotzig auf die bewusst sehr, sehr schlechte Wortspiel-Überschrift zurück.

Aber nochmal von vorne: Wii für den alten Kontinent bedeutet nun also "249 Euro" und "8. Dezember" (falls das jemandem wider Erwarten entgangen sein sollte). Gut, nach der Ankündigung eines Preises von "unter 250 Euro" haben wir alle natürlich einen etwas deutlicheren Abstand zu dieser Summe erwartet. 1 Euro unter dem genannten Limit zu bleiben, ist natürlich juristisch gesehen keine Lüge. Rückbetrachtet erscheint es aber auch reichlich naiv und fanboy-istig, eben nicht von ziemlich genau 249 Talern ausgegangen zu sein - Nintendo ist zwar der selbsternannte Retter des Spielspasses, aber noch lange kein Wohlfahrtsverein. Sätze wie "die Konsole wird vom ersten Tag an profitabel sein" lassen eigentlich auch keinen größeren Spielraum für Interpretationen zu. Wenn schon revolutionär, warum nicht auch mal wieder von dem Konzept der subventionierten Konsolen absehen?

Apropos "Abstand": am 8. Dezember noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen zu wollen, erscheint mir zwar möglich, aber ziemlich gewagt. Bin gespannt, wie die Marketingmaschinerie aussieht, die dann wohl Mitte/Ende November anrollen wird. Ausserdem wird es interessant zu sehen, wie sich Wii gegen die etablierte 360 im Weihnachtsgeschäft schlagen wird.

Aus der Sicht des "Profi"zockers erscheint das Bundle natürlich auch als eine Frechheit. Da legen sie schon "Wii Sports" oben drauf, aber für den vollen Spielspass (sprich Multiplayer) muss ich mir zumindest noch eine Remote besorgen. Perfektionisten (und solche die mit "Sports" gegen ihre Tante boxen wollen) brauchen das komplette Kit aus Remote und Nunchuck-Attachment. Die werden einzeln verkauft. Macht nochmal 39 plus 19 Euro, bitte. *Kaaa-tsching* Persönlich hätte es mir besser gefallen, wenn sie die Konsole nicht bundeln (entschuldigt das Denglisch), dafür "Wii Sports" separat verkaufen und mit einer Remote kombinieren. Diesen Titel hatte ich bisher eher in der "bringt mir zwei Wochenenden Spass und dann ziehe ich weiter"-Kategorie eingeordnet, als eine Demo fürs Controller-Konzept halt. Der Otto-Normal-Verbraucher (der ja auch eindeutig über die Wetter- und News-Kanäle angesprochen werden soll) sieht dagegen sicherlich, dass er diese Konsole für 249 Steine direkt mit nach Hause schleifen und damit spielen kann.

Alles in allem werde ich wohl um das Launch-Fenster herum zugreifen (obwohl die leise Stimme der Vernunft in mir das Gegenteil fordert. Halt die Klappe, hörst du? Halt die Klappe!). Das ist dann auch eine Premiere für mich, aber einmal ist immer das erste Mal.

...und ich will "Red Steel" spielen, verdammt. Immerhin bereitet die Konsole damit auch Sushi zu, wie dieser Trailer beweist. Die ultimative Immersion!

14 September 2006

Ich habe einen Traum

Ich habe einen Traum

Eines nicht mehr fernen Tages wird Wii in Deutschland erscheinen.

Ich habe einen Traum

Und dieser Tag wird kommen vor dem Release in Japan.

Ich habe einen Traum

Und dieser Tag wird kommen vor dem Release in den USA.

So lasst denn Wii erschallen über den grünen, fruchtbaren Böden des Rheinufers.
Lasst Wii erschallen über den schneebedeckten Bergen im Süden.
Lasst Wii erschallen über den weiten Ebenen der Lüneburger Heide.
Lasst Wii erschallen über den anmutigen Anhöhen des Bergischen Landes.
Lasst Wii erschallen.

11 September 2006

Sekai Outpost: 119.690

Da nehme ich auf einer zweiwöchigen Urlaubsreise den DS ein einziges Mal für 15 Minuten in die Hand - und schwupps stelle ich einen neuen Nanostray-Highscore auf.

Beknackt.
Wie oft hatte ich diesen Level vorher nochmal erfolglos angespielt?

Übrigens habe ich nach detailliertem Vergleichslesen festgestellt: "games TM" gefällt mir besser als "Edge". Aber nur gaaaanz knapp. Umso größer ist mir dafür mal wieder die Differenz zu deutschen Spielezeitschriften vor Augen geführt worden. Aua. (Wenn wunderts: auf der Insel sind ja sogar die Mainstream-Kinomagazine besser als hier.)

So, weitermachen.

19 August 2006

Bad Day L.A. - Demo

Meine Güte, ist das schlecht!

War dieser American McGee nicht auch für die schnieke Albtraum-"Alice" verantwortlich? Ist er wohl. Aber was hat ihn bei "Bad Day L.A." geritten? Kann mich ja noch nicht mal motivieren, diese Demo überhaupt durchzuspielen. Da steuert man einen scheinbar Obdachlosen durch ein hässliches Cell-Shading-Los Angeles, das diversen Katastrophen ausgesetzt ist. Im Probierhappen stürzt ein mit grünem Giftgas-Zeug beladenes Flugzeug auf einen stauverstopften Highway, auf dem der Protagonist gerade seine Verdauungsendprodukte entlädt. Mitten auf der Spur, im Stau. Ist das witzig?

Lasst mich mal scharf nachdenken.... Hmmm. Nö.

Jedenfalls geht das Spiel dann auch los und es gilt, Verletzte zu verarzten, brennende Leute zu löschen und vom Giftgas zombiefizierte Personen entweder mit dem Feuerlöscher zu heilen (what the...?) oder umzuhauen. Für gute Taten gibt es Smileys, für schlechte Taten ... nun, das Gegenteil und beides wirkt sich auf eine Art Fahndungsbilanz aus, die ein bißchen an GTA erinnert. Was es damit genau auf sich hat, habe ich nicht rausgefunden, weil ich das Spiel vorher angeödet verlassen habe.

Unterm Strich: miese Grafik (die Animationen sind unterirdisch), platte Sprüche und dümmliches Gameplay. "Postal 2" ist dagegen geradezu eine Unterhaltungs-Granate voller spitzfindiger Satire.

Hilfe! Werde den Mist jetzt sofort wieder deinstallieren. Und für euch gilt: gar nicht erst runterladen...