31 Januar 2006

GoGoGadgeteria

Meinen bisherigen Posts sprechen vielleicht eine andere Sprache, aber: die beste zockbezogene Entscheidung, die ich im Jahre 2005 getroffen habe, war definitiv die, die zur Anschaffung eines Nintendo Gamecube geführt hat.

Echt!

Alleine schon wegen Metroid Prime, Windwaker und Resident Evil 4 hat es sich gelohnt.

Ob der heutige Einkauf eines Nintendo DS einen ähnlichen Höhepunkt für das so junge Jahr 2006 darstellt, steht noch aus. Ich bin allerdings zuversichtlich.

Warum ich meine Zeit mit bloggen verplempere, während ich doch mein neues Spielzeug testen sollte? Tja, meine Freundin sitzt gerade im Wohnzimmer und ruft nach ihrem Hund. Noch Fragen?

(Zugegeben: ICH war derjenige, der entrückt gekichert hat, als das süße Hündchen sich auf das Kommando "sitz" hin tatsächlich hinhockt. Faszinierend!)

29 Januar 2006

"Wir lagen vor Madagaskar" - Pt. II

Variante 2 - Der Einkaufslistenkompromiss, hier: "The Movies"

Für die Art, in der Peter Molyneux immer so visionär daherträumt, würde ich ihm ja gerne mal ein paar Bier ausgeben. Kurz nach dem getätigtem Einkauf möchte ich ihm das entsprechende Spiel allerdings gerne um die Ohren hauen. Bei "Black & White" war das so - bei "The Movies" ebenfalls. Ich hätte es also wissen müssen. Ich HABE es eigentlich auch gewusst, immerhin ist das Spiel ursprünglich ohne Umwege auf meiner geistigen Ersatzbank gelandet. Denn man greift reflexartig wieder zum alten Vorwurf: verschiedene Spielkonzepte treffen aufeinander, aber weder für die einzelnen Teile noch für die Gesamtheit kommt was Gescheites dabei rum.


Schubladen auf: "The Movies" ist "Die Sims" plus "Theme Park" plus Machinima-Editor. Die diversen zu kontrollierenden Parameter entgleiten dem Spieler aber geradezu, während das Spiel an sich merkwürdig oberflächlich bleibt. "Die Sims" ist komplexer und beherrschbarer, "Theme Park" war übersichtlicher und in seinen Strukturen und finanziellen Abläufen ... beherrschbarer, jede Shareware-Videoschnittsoftware mächtiger ... und intuitiver zu bedienen. Okay, der letzte Vergleich ist gemein. Aber hat Molyneux selbst sein Spiel nicht so dargestellt als sei es eine Wisim, die nebenbei Machinimas rauswirft? Sicher, es gibt brauchbare Videoclips aus der Community, aber die wiederholen sich doch ob der begrenzten Möglichkeiten sehr schnell. Coole Videos entstehen mit "Garry's Mod" für HL2, nicht mit "The Movies". Natürlich können sich die "Sims" auf ihr Spielkonzept konzentrieren und - wichtiger noch - ein ausgereiftes Interface zur Verfügung stellen. Ein "Hans Dampf" wie "The Movies" muss diese verschiedenen Konzepte unter einen Hut bringen und das auch noch bedienbar halten. Ersteres mag ich ja vielleicht als einigermassen geglückt bezeichnen wollen (zumindest ist es besser gelöst als beim Riesenvieh-Tamagotchi-Spiel), letzteres ist meiner Meinung nach schlicht in die Hose gegangen.

Das Interface ist nämlich genauso ambivalent wie die Spielmechanik. In der Theorie ist das kontextsensitive Selbstbaumenü eine recht tolle Sache. In der Realität freut man sich auch über die mit logischen Funktionen ausgestatteten Gebäude und die Glitzerlininien, die sinnvoll den Weg zu diesen weisen. Wenn man z.B. einen Schauspieler vom Boden pflückt, zeigen die Linien den Weg zu seinem Trailer, zum Drehort, zur Kneipe, zur Entzugsklinik. Aber beispielsweise nicht zu einem Gebäudereparatur-Icon - wäre ja auch sinnlos.
Im Aufbaustrategie-Teil (bau das Drehbuchstudio dorthin, die Ausstattungsabteilung nach da hinten und verbinde beides mit dem Wegenetz) baut man gleichzeitig Studio und Menü - wie erwähnt, befinden sich in den Gebäuden bestimmte Funktionen. Man baut den Kram aber so, wie er gerade reinkommt und dahin, wo er gerade passt. Heilloses Durcheinander. Zusammen mit der fehlenden Minimap und der zu kurz greifenden (Heraus)Zoom-Funktion verliert man die Übersicht. Trotz Glitzerlinien. Genauso misslungen wie die Idee, per Rechtsklick auf den Schauspieler dessen Statistiken abrufen zu können. Da ploppen dann fünf, sechs, sieben Sprechblasen auf, teilweise verzweigt und der Spieler weiß gar nicht mehr, wo er denn jetzt hinschauen soll um die gewünschte Information zu bekommen. Dazu passieren ständig Dinge, neue Gebäude wollen gebaut, alkoholkranke Regisseure aus der Bar zum Set getragen werden und so weiter... das artet in großer Hin- und Herscrollerei und damit in Stress aus, nicht in Spass. Ich könnte es auch als Arbeit bezeichnen. Und das kann ich in einem Spiel nun gar nicht gebrauchen. Zumindest keinen (negativen) Stress, der von der schweren Zugänglichkeit herrührt.

Andersherum betrachtet besteht die - geradezu wahnwitzig mikroskopisch winzige und deswegen eigentlich nur theoretisch vorhandene - Möglichkeit, dass solche Wusel-Wisims einfach nicht mehr mein Ding sind. Dass sie mich einfach nicht mehr so motivieren, wie früher mal. Weil ich nicht mehr soviel Zeit mit dem Zocken verbringe. Dass ich eigentlich kurzfristige Reize wie Action, Gewalt und Explosionen möchte - die mir "The Movies" nicht bietet - und ich mir deswegen Kritikpunkte aus den Fäusten sauge, weil ich ein schlechtes Gewissen gegenüber mir selbst habe. Weil ich das Teil nicht im Regal habe stehen lassen, was ja meine erste, spontane und daher unverfälschte Meinung zu diesem Spiel war (siehe "Ersatzbank"). Aber wie gesagt: das ist nur Theorie. Schließlich rockt "Civ 4" das Haus!

Fazit: kann klappen, muss aber nicht. Wenns klappt, erwischt man auf der B-Liste vielleicht sogar eine kleine Perle. Aufmerksame Leser werden sich jetzt fragen, warum ich mir denn nicht "Shadowgrounds" zugelegt habe. Hmm. Weil ich ein Idiot bin?


[+/-] show/hide

26 Januar 2006

NDS Reloaded

Alle, die den NDS bisher aufgrund seines doch recht klobigen, plumpen Äusseren verschmäht haben, sind jetzt ihre Ausrede los. Heute hat BigN eine designerisch überarbeitete Version veröffentlicht. Erinnert stark an Apple-Design und damit auch an den neuen Rev-Controller. Der gerüchteweise enthaltene VoIP-Client scheint aber leider nur ein Gerücht gewesen zu sein.















Gut. Diese News gibts zwar auch auf ca. 143.378 anderen Seiten zu lesen, aber als Fanboy hat man einen Ruf zu verlieren.

25 Januar 2006

Chaos Empire

Eigentlich spiele ich fast ausschliesslich Konsolenspiele. Die Spiele, die ich auf dem PC gespielt habe, kann man wahrscheinlich an 2 Fäusten abzählen. Ich halte nämlich nichts davon, mir ständig neue Grafikkarten und sonstige Hardware kaufen zu müssen. Da kaufe ich mir lieber ständig neue Konsolen. Aber ich schweiffe ab.

Diablo2 ist eins dieser Spiele, die es auf meinen PC geschafft haben. Ich spiele es inkl. der Erweiterung seit es draussen ist. Mit Unterbrechungen zwar, aber immerhin. Dank der nimmermüden Blizzardianer gab es durch eine regelmässige Patchversorgung immer wieder neue Anreize, das Spiel aus der Versenkung zu holen. Seit einem halben Jahr aber war Ruhe. Die neuen Patches brachten nur noch Neuerungen für die Online-Spieler. Zu denen ich nicht gehöre. Macht ja auch mit Freunden (oder Bruder...) im Netz Spass. Man hatte so ziemlich alle Items gesammelt, alle sinnvollen Builds ausprobiert und überhaupt alles gesehen, das Spiel hatte seinen Reiz vorerst verloren.

Dann entdeckte ich durch Zufall eine Mod, die mich Diablo2 wieder auspacken liess: ChaosEmpire. Massig neue Uniques/Sets/Runenworte. Dazu ein um den Faktor 1,3 höheres Gegnerlevel bei 3facher Gegnerdichte. WoW. Wow. Endlich wieder eine Herausforderung und natürlich willkommene Entschuldigung, meine Zeit weiterhin mit dem Spiel zu verschwenden.

Die Forumsälteren der durchwegs netten und hilsbereiten Community empfehlen einem, nicht vor Level 90 in Hölle zu wechseln. Spätestens daran merkt man, dass der Spielschwierigkeitsgrad deutlich knackiger geworden ist. Immerhin hatte mein bis dato höchster LoD-Charakter gerade mal Level 92 erreicht. Was es gerade für SPler (die sich ungerne selber bescheissen) interessant macht, ist die Möglichkeit sich endlich High-End Runenworte bauen zu können, sogar zu müssen. Diese sind nämlich für einen erfolgreichen Spielfortschritt fast unerlässlich. Während in unzähligen Jahren LoD meine höchste Rune eine Gul gewesen ist, war ich doch recht freudig überrascht, dass meine erste in CE gefundene Rune direkt mal eine Zod war. Desweiteren erfreuen neue Skills, neue Skill-Synergien - damit viele neue Charakter-Build-Möglickeiten - und auch ansonsten viele nette Ideen das dröge gewordene Spielerherz.

Als besonderes Bonbon ist eine Hommage an Diablo1 enthalten: neben Leoric, Damien, Lazarus und dem Butcher darf man noch haufenweise andere, namenlose Gegner aus dem ersten Teil ordentlich durchwalken. Ausserdem wurde ein 17 Ebenen tiefes Dungeon eingebaut. Was will das Diablo-Herz mehr? Ich mein jetzt ausser Diablo3. Oder ein Diablo für das NDS.

24 Januar 2006

"Wir lagen vor Madagaskar" - Pt. I

Für den PC herrscht derzeit nachweihnachtliche Flaute. Zumindest, was neuerschienene burner angeht. Da hat man dann immer die Wahl, schon durchgespielte Titel aufzuMODsen, ein älteres Spiel zweiter Wahl zu kaufen (sozusagen von der "Plan B"-Einkaufsliste) oder einfach noch 'ne Runde Civ 4 zu spielen. Die vierte Möglichkeit - Pflege sozialer Kontakte und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben - kommt natürlich nicht in Frage. Schließlich ist das hier nicht das "Brigitte"-Blog.

Herzlich willkommen bei meiner kleinen Artikel-Reihe über die Möglichkeiten, mit dem Frühjahrs-Spieleloch umzugehen.

Variante 1 - Modding, hier: "Half Life 2"

Multiplayerspieler bin ich nicht, das reduziert schon mächtig die Auswahl. "HL2 Substance" klang nett, hat mich dann aber eher ernüchtert. Vielleicht, weil ich Purist bin: die bekannte Story nochmal zu spielen, "nur" mit mehr Waffen und mehr Gegnern (darunter auch HL1-Viehzeug)? Fühlt sich komisch an. Also: liegen lassen. Call me Banause.
Das kürzlich fertiggestellte "The Island" ist auch nur 08/15-Ware (trotz Zombies, siehe unten). Empfehlen kann ich allerdings "Minerva". Aber das hatte ich schon letztes Jahr ausprobiert, zählt demnach nicht für dieses Thema.
Auch nicht passend, aber heiss erwartet: "They Hunger: Lost Souls". Neil Manke hats wieder getan - bzw. wird es wieder getan haben. Die ehemalige PC -Gamer-only-Mod bekommt einen kommerziellen Nachfolger für die Source-Engine. Vieles spricht dafür, das dieses mein erstes Spiel wird, welches ich mir per Kreditkarte/Internet/Download-Kombo zulege. Der Vertrauensbonus ist dank der 3 alten "Hunger"-Teile einfach da. Und teuer wirds sicherlich auch nicht. Ausserdem: Zombies. Mehr Verkaufsargumente braucht ein Spiel für den Grobinator nicht (abgesehen von "The Island", siehe oben). Andere Leute stehen auf Dinosaurier - mich stellt halt schon zufrieden, wenn ich auf herumwandelnde "bodies of the recently deceased" schiessen darf.

Fazit: entweder bin ich ein verwöhntes Prinzesschen oder das entsprechende Teil ist noch nicht erschienen. Jedenfalls keine Lösung für das Flauten-Dilemma.

Mehr davon im nächsten Teil...

15 Januar 2006

Verpasste Chancen

Sind im Prinzip nicht immer negativ zu sehen. Nachdem Grobsen meine Email nicht mehr rechtzeitig erhalten hat, musste ich mir ein anderes Spiel als Elektroplankton zulegen. Meine Wahl ist auf ein typisches Klo-Spiel gefallen. Klo-Spiel? Naja jeder, der einen Gameboy und Tetris sein eigen nennt, wird wissen was ich meine. Nachdem mich Meteos nicht so überzeugt hat, brauch ich da was anderes.

Es ist dann Yu-Gi-Oh Nightmare Troubadour geworden. Viele werden sagen "na super, Kindergeburtstag". Falsch. Die Serie ist vielleicht für Kinder, das Spiel vielleicht auch, aber... hm irgendwie gehen mir gerade die Argumente aus. Nee im Ernst: es gibt Spiele in denen Glück eine grosse Rolle spielt, es gibt aber auch welche wo dem nicht so ist, zum Beispiel Schach. Soll nicht heissen, dass das Yu-gi-Oh System mit Schach gleichzusetzen ist. Wirklich nicht. Aber das Spiel bietet derart viele taktische Möglichkeiten, dass es durchaus möglich ist, mit unterlegenen Karten einen stärkeren Gegner zu besiegen. Und nicht nur die relativ dumme KI, sondern auch richtige Gegner. Und dass es das Spiel geschafft hat, mich zumindest stellenweise (siehe Klo-Spiel) von meiner neuerweckten Diablo2 Obsession (jaaa, da bin ich immer noch nen Review zu schuldig..) zu befreien, sagt doch auch schon mal was. Und wenn es nur heisst, dass ich länger als sonst sitze..

Und für die BWLer unter euch. Folgendes ist mir bei der Beschaffung des Spiels aufgefallen: Spiel plus 3 echte limitierte Spielkarten bei Amazon: 34,95. Nur das gebrauchte Spiel bei Ebay: 28,34. Beigefügte Spielkarten bei Ebay: 19,50

Klingelts?

14 Januar 2006

In den USA ist alles ein bißchen größer

Zum Beispiel die Werbung für Videospiele:

07 Januar 2006

Kennt ihr das?

Dass man Spiele spielt, die man eigentlich gar nicht mag? Oder immer weiterspielt, obwohl man sie eigentlich schon in- und auswendig kennt? Ich ja. Warum ich mir das antue? Zwei Stichworte: trainieren und kleiner Bruder. Irgendwann schlag ich ihn...

Sonst schlag ich ihn.

06 Januar 2006

Ohne Worte

Image hosted by Photobucket.com

05 Januar 2006

Eine Faust zieht nach Westen

Stellt euch vor eurem geistigen Auge einen dieser Dornbüsche vor, die immer über staubige Westernstadtstrassen geweht werden.

Genau das wird hier los sein, wenn Fafu in den nächsten paar Tagen nicht aus seinem Diablo-Koma erwacht. ;-) Ich werde nämlich morgen auch verduften, um einen kleinen Kurzurlaub anzutreten. Vielleicht weiß ich danach auch was zockerwürdiges zu berichten.

Preisfrage: wenn ein Dornbusch durch eine staubige Westernstadt geweht wird, aber niemand anwesend ist, um das zu beobachten - welche Videospieltitelmusik pfeift der Busch dann vor sich hin?

02 Januar 2006

Schlechtes Gewissen

Jetzt war ich schon sehr lange ruhig und habe Mitstreiter Grobsen die Sache hier alleine schmeissen lassen. Besserung ist nicht in Sicht - Schuld daran ist eine Mod für Diablo2.

Wenn es meine Zeit denn dann mal zulässt, werde ich detaillierter darüber berichten.

edit: Ach ja. Frohes Neues!!