29 Juli 2006

"Call of Juarez" - Demo

Nachdem sich jetzt über 500 MB Wildwest-Demo durch meine DSL-Leitung gequetscht haben und auf meine Festplatte getröpfelt sind und nachdem ich beide Episoden der Demo durchgespielt habe, bleibt nur noch ein schaler Eindruck zurück, der sich am Besten mit "durchwachsen" beschreiben lässt.

"Call of Juarez" ist aus zwei Gründen beachtenswert. Erstens ist es schlicht ein spielbarer Western, die hat man nicht allzu häufig heutzutage. Zweitens wird die Geschichte jeweils aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren erzählt: der Spieler steuert sowohl den Jäger Reverend Ray, als auch den Gejagten Billy. Klingt interessant? Eben, hab ich mir ja auch gedacht...

Die Ballerepisode mit Ray versprüht anfangs noch netten Showdown-in-staubiger-Westernstadt-Flair, die unpräzise und furchtbar nervöse Steuerung versetzt dem Spielspass aber spätestens beim obligatorischen Kistenstapeln einen gehörigen Dämpfer. In der zweiten Episode - gesteuert wird Billy - kommt bei allerlei Tätigkeiten, die dummerweise Präszision erfordern (Schleichen, Reiten samt mehrfach in die Hose gehendem Sprung über einen Abgrund, Indiana-Jones-artige Peitschentricks, bei denen Felsvorsprünge und aus der Wand wachsende Äste eine tragende Rolle spielen...) der pure Frust auf. Wirklich flüssig spielbar ist das Ganze jedenfalls nicht.

Die Grafik hinterlässt übrigens ebenfalls einen zwiespältigen Eindruck. Sieht eigentlich ganz schick aus, dieses "Call of Juarez", aber selbst der coole Tiefenschärfe-Effekt beim Ranzoomen rettet nicht über merkwürdige self-shadows, hässliche Büsche und Bäume und Kleinigkeiten wie fehlende Augen bei der Frau des Sheriffs hinweg.

Mein Interesse ist jedenfalls vollkommen erloschen. Schade eigentlich.

21 Juli 2006

Intermission

Es ist zu heiss, um Tiefsinniges über Videospiele zu bloggen. Viel zu anstregend, sich auf sowas zu konzentrieren. Um in der Lage zu sein diese Zeilen zu tippen, während mir der Schweiß literweise in die Augen rinnt, musste ich mir ein Gerät aufbauen, das man bei diesen Luftverhältnissen nur als Miefquirl bezeichnen kann. Genug gejammert, das ist ja nicht das Motzblog.

Zurück zum Start: es ist zu heiss, um Tiefsinniges über Videospiele zu bloggen.

Deswegen präsentiere ich als kleines Unterhaltungshäppchen für die nach frischem Content hungernden Massen das in Blogger-Kreisen so beliebte "die warmherzigsten Google-Suchbegriffe, die verwirrte Surfer auf mein Blog führten".

Erster Begriff: Turmfrisur
Die gescheiterte Bundespräsidentenamts-Kanditatin und wir. Wenn das mal keine illustre Gesellschaft ist. Das nennt man in Marketingkreisen wohl "einen Begriff besetzen". Oder so ähnlich. Nimm dich in acht, Gesine. Die Vier Fäuste wollen auf den Google-Thron!

Aber das war nur ein Teaser. Jetzt gehts sogar wieder ein bißchen zurück zu Alibi-Games-Content. Also - stellen sie das Rauchen ein, schnallen sie sich an und suchen sie sich den nächsten Savepoint, denn jetzt kommt die Google-Suchbegriff-Granate, the Suchbegriff to end all Suchbegriffe:

Wie holt man sich bei GTA San Andreas ne Nutte ins Auto

Was sagt man dazu? Außer: mit einer schnieken Karre neben einer halten und hupen, bis sie einsteigt? Ganz klar ein Thema für die Abteilung Leserservice! Schön, dass die Vier Fäuste von Google als Referenzquelle für diese Frage auserkoren worden sind.

13 Juli 2006

Kauft Microsoft Rockstar Games?

Das wird zumindest auf dem amerikanischen Blog Rated-M behauptet. Die Argumentation klingt für mich schlüssig. Was im Endeffekt dahinter steckt, wird die Zeit zeigen. Ich fühle mich nicht in der Lage, dem Ganzen seinen Sinn abzusprechen. Oder dafür zu argumentieren. Trotzdem bringt mich das kurz zum Nachdenken.

Angenommen, Microsoft schlägt tatsächlich zu - was das für mich als Spieler und GTA-Fan bedeuten könnte, darüber bin ich mir noch nicht im Klaren. Brainstorming ist angesagt:

Auf Take 2 und Rockstar war bisher immer Verlass, was die Release-Reihenfolge anging: PS2, PC, XBox. Microsoft würde ein neues GTA natürlich als Zugpferd für die 360 verwenden. Den Multikonsolen-Titel könnten wir uns abschminken. Wii oder PS3? No Way! Aber was ist mit dem PC? Ich vermute, das eine Portierung folgen würde - den Markt wird man sich nicht entgehen lassen. Vielleicht geht's auch als Leckerli, um Vista und DX10 unters Volk (also mich) zu bringen. Aber nicht zu zeitnah, denn ein paar 360-Einheiten wollen sicher auch noch abgesetzt werden.

Dann wäre da noch der Inhalt. Nachdem man sich in den prüden USA mit dieser unrühmlichen Hot-Coffee-Geschichte ordentlich die Finger verbrannt hat, wären die Leinen für die Rockstars schon im Hause Take2 kürzer gehalten worden. Würde sich da ein Einfluss von Microsoft noch mehr bemerkbar machen? Wie weit würde der Charme der Serie - der ohne Zweifel (und ohne Rot zu werden) aus der völligen Abwesenheit von political correctness entsteht - erhalten bleiben? Funktioniert ein "braves" GTA? Würde sich so ein GTA überhaupt verkaufen?

Stay tuned, das könnte noch interessant werden.

Zeit für ein bißchen "San Andreas"-Trivia. Das für die Gant-Bridge in San Fierro die Golden Gate Bridge Pate stand, ist bekannt und offensichtlich. Aber schon gewusst, das die Garver und die Kincaird Bridge ebenfalls in Wirklichkeit existieren? Beide sind (zum Teil) der Firth of Forth Rail- bzw. Road-Bridge nachempfunden, die auch nebeneinander stehen und den Firth of Forth nördlich von Edinburgh, Schottland überqueren. Warum ausgerechnet die? Na, weil Rockstar North, die für "GTA: San Andreas" verantwortlich zeichnen, dort angesiedelt sind.

"I'll be back!"

Eine gute Woche später bekomme ich das endlich auch mal mit:

Heinrich Lenhardt, the Grandmaster of Spielejournalismus, übernimmt wieder die Chefredaktion eines deutschen Computerspielemagazins.

Heinrich Lenhardt, das ist der Typ mit der hohen Stirn und dem großen Adamsapfel, der mit dem jetzigen X-Box-Produktmanager und ehemaligen LucasArts-Übersetzer (remember: "Gilbert und seine verdammten Wortspiele!") Boris Schneider-Johne zuerst bei PowerPlay(1) gearbeitet hat und dann das - ich lehne mich jetzt mal weeeeiiiiit aus dem Fenster - beste deutsche PC-Spielemagazin ü-ba-haupt gründete: die PC Player (Alles in Allem. Retro-Verklärung inklusive, natürlich. Aber trotzdem.). Als die damals auf einmal eingestellt wurde, war ich tatsächlich ein wenig geknickt und fühlte mich veranlasst, noch schnell eine Kondolenz-Mail an die Redaktion zu schicken, die dann auch noch beantwortet wurde. *schnüff* Ja, so war das damals. Zeitschriften führe ich normalerweise nach wenigen Monaten des Herumgammelns wieder dem Wertstoffkreislauf zu, aber die letzte Ausgabe der PC Player müsste noch irgendwo rumliegen...

Ach so: ein Wermutstropfen bleibt. Das Magazin, das sich auf Lenhardts Chefredaktion freuen darf, ist die PC Action. Das drücke ich jetzt mal lieber vorsichtig aus: die hab ich in meinem Schubladengehirn eher unter "nicht wirklich kaufbar" abgelegt. Es muss ja nicht gerade der Messias kommen und Wasser in Wein verwandeln, aber ein paar durchgreifende Veränderungen wären schon vonnöten, bevor ich das Magazin nochmal anfasse. Man kann ja mal ein Auge draufhalten, um der alten Zeiten willen... ob's wohl auch wieder Multimedia-Leserbriefe geben wird, Onkel Lenhardt?

(1) Assoziationen mit dem Namen "PowerPlay": der austrennbare Tipps-und-Tricks-Teil aus dickem, grünem, rauem Papier. Der Namens-Schriftzug, der eine Metal-Kombo neidisch macht. Der Spieletest von "Lirpa Lirpa" (get it?), vervollständigt mit von einem Leser eingeschickter Komplettlösung und der Special Edition "Lirpa Gold" zwei Jahre später. Der "Syndicate"-Test, der mich erst so richtig auf das Spiel gebracht hat. Der Freund, an dessen 486er ich beide "Monkey Island"-Teile mangelns eigenem PC zum ersten Mal durchgespielt hab und der in seinem Hobbykeller einen (für einen kleinen Pimpf wie mich) riesigen Spielemagazinhaufen lagerte, vorwiegend aus ASMs und PowerPlays der vergangenen Monate bestehend. Und! Und! Und!

Oh Mann, da werden wahre Schleusentore in die Vergangenheit geöffnet.

12 Juli 2006

Defekter Screen (DS)

Ich habe lange mit mir gekämpft, ob ich als ausgewiesener Nintendo-Fanboy diese Meldung bringen sollte. Aber unsere selbst auferlegte Pflicht zur bedingungslosen Meinungsmache Aufklärung lässt mir keine andere Wahl.

Mein DS Lite ist nach 14 Tagen bereits defekt. Man kann zwar noch spielen, aber der Touch-Screen inkl. Rahmen hat sich gelockert und lässt sich ca. 1-2 mm in das Gerät eindrücken. Dazu kommt ein mechanisches "Klicken", wenn man am rechten Rand des Schirms mit dem Finger von unten nach oben fährt. Klingt seltsam, ist aber so.

So bin ich also am Montag direkt in den Saturn und wollte das gute Stück umtauschen. Kernaussage der unfreundlichen Serviceperson "Einschicken und Abwarten". Da hatte ich aber gar keine Lust drauf, da das NDS auf der 14,5 stündigen Fahrt in den Urlaub als Reiseunterhaltung herhalten soll. Und die steht bereits in zwei Wochen an.

Wir wären keine Fäuste, wenn wir uns mit derlei Auskünften zufrieden geben würden, also bin ich heute zu einem anderen Saturn gefahren. Der Herr an der Annahme wollte die Situation mit seinen Fachkräften besprechen und so gingen wir in die entsprechende Abteilung. Er hatte gerade angefangen das Problem darzulegen, als er schon von den Jungs unterbrochen wurde: "Austauschen. Bei Nintendo machen wir das bedenkenlos." Jetzt frage ich mich erstens, warum das der (ansonsten wahrscheinlich seine Schrebergartennachbarn terrorisierende) Depp aus Saturn Nr.1 nicht wusste und zweitens, wie ich den Satz fortsetzen wollte.

Wie dem auch sei, ich habe dann mal nachgefragt ob denn schon viele Reklamationen bezüglich des NDS Lite eingegangen seien. Die Antwort stelle ich (frei zitiert) mal unkommentiert in den Raum: "Ja, aber nur wegen des Schwarzen. Da scheint was mit der ersten Charge nicht zu stimmen."

Ach ja - meinereiner ist ein unverbesserlicher Welcher und hat trotzdem ein schwarzes Ersatzgerät genommen.

10 Juli 2006

It's a me - Grobi-o!

"New Super Mario Bros." hat meinen DS jetzt auch seit ein paar Tagen in Beschlag genommen. Mit nicht nachlassender Begeisterung meinerseits. Ich bin ungeübt in Mario- und Gameboy-Dingen, deswegen ist das Spiel für mich auch nicht so richtig retro (gut, da war dann noch dieses andere Spiel...) und auch der Schwierigkeitsgrad steigt für meinen Geschmack schon ein kleines bißchen saftiger an als für Fafus flinke Finger, schätze ich. Aber immer schön auf der richtigen Seite der Grenze zum Frust. Mit einer Prise Geduld und Präzision (a.k.a. Videogame-Zen) ist das Ding auch für mich zu schaffen. Fordernd mit genug Erfolgserlebnis - Sucht, komm' rein, nimm' dir n Bier und machs dir gemütlich.

Der Rest ist bekannt und mehr zum Spiel gibts eigentlich nicht zu sagen. Von mir gibt's den begehrten nintendotaku-Doppelfaust-Award! (Gerade eben frisch eingeführt.)

...ah, wartet. Da waren doch noch die Minispiele. Die sind zum Teil reichlich bizarr, nutzen den Touchsscreen aber recht ordentlich (das Bomben-mit-ner-Zwille-abschiessen-Dings zum Beispiel). Aber gerade die Kartenspielchen haben es mir angetan, gerade weil sie schnell kapiert, gar nicht schmerzhaft und sozusagen mit reduzierter Gehirnkapazität spielbar sind. Genau richtig für diese leeren 10 Minuten, die mit irgendwas gefüllt werden wollen (eure Tage sind gezählt, Minesweeper und Solitär).

Manchmal muss man auch etwas mehr als 10 Minuten überbrücken. Die Langeweile im WM-Finale hat mich dazu gebracht, meinen Pokergewinn auf 1026 Münzen zu treiben... bis auf die große Zahl und die Erinnerung, wie sie zustande kam, ist diese Meisterleistung aber nicht besonders zufriedenstellend. Wenn ihr also doch mal zwei Stunden Zeit habt, dann nutzt sie zum Beispiel für etwas Nahrungsaufnahme oder Körperpflege. Das NSMB-Poker füllt sie dann doch nicht richtig aus. Hmm, vielleicht kommt daher der Begriff "Minispiel"? Wie auch immer - hübsch aufgepasst, denn jetzt kommt unser praktischer Leserservice: don't try this at home!

Seht ihr? So sind wir zu euch.

03 Juli 2006

FaFu goes VIP

Nachdem mir mal wieder sämtliche Zettel aus einer NDS Spielepackung gefallen sind, fiel mir auf, dass ich noch keine Sterne bei Nintendo registriert hatte. Und da ich grad nichts besseres zu tun hatte, hab ich das dann mal in Angriff genommen.

Nur für den, der es noch nicht kennen sollt: als VIP hat man Zugang zu exklusiven Reviews (*gähn*), exklusiven Screenshots (*gähn*) und zum Sternekatalog (*Tusch*). Hier kann man seine registrierten Sterne gegen Goodies (und Klingeltöne) tauschen.

So gibt es zum Beispiel Schlüsselanhänger, T-Shirts und Caps. Und später vielleicht Download-Spiele für WII. Also, wer noch nicht angemeldet ist, ran! Man bekommt auch für jeden Tag, an dem man sich einloggt 5 Sterne extra. Wenn das nichts ist ;-)



Ich hab euch da auch ganz uneigennützig was vorbereitet. Also einfach das Banner anklicken und anmelden...